Endlich wird es gemacht: Das erste bundesweite Selbsthilfegruppen-Verzeichnis
Unser Plan
Nach über 2 Jahren vergeblicher Suche nach Partnern auf Landes- und Bundesebene, vielen Gesprächen und verschlossenen Türen habe ich beschlossen, das Projekt in freiwilliger, engagierter und faktisch ehrenamtlicher Eigenregie durchzuführen. – Alexander Walther, Initiator
Wir werden in den kommenden Monaten schrittweise das Angebot ausbauen. Geplant ist, in Region für Region Selbsthilfegruppen zu kontaktieren, unser Projekt und unsere Vision vorzustellen.
Immer nach dem Motto: Aus der Selbsthilfe - für die Selbsthilfe!
In verschiedenen Projekten, darunter auch dem Selbsthilfe-Labor, haben wir unter Beweis gestellt, dass wir auf der Seite der Selbsthilfe stehen.
Was uns umtreibt:
Wir lassen uns von "Gatekeepern" und Ausreden nicht davon abbringen, das zu tun, was Selbsthilfe im digitalen Raum vorwärts bringt.
Unsere Ziele:
- Das erste bundesweite Selbsthilfegruppen-Verzeichnis
- Ein einfacher Prozess zur Teilnahme / Aktualisierung und Löschung
- Ein barrierefreies Angebot sowohl für Teilnehmende am Verzeichnis, als auch für Interessierte
Mehr über unsere Motivation, unsere Ziele und einer Vision von Zusammenarbeit in der Selbsthilfe auch unter Über uns / Selbsthilfe-Labor.
Warum wir kein Verein oder gemeinnützige Organisation sind?
Wir haben zwei Jahre lang vergeblich versucht, vertrauenswürdige Partner mit geeigneten Strukturen davon zu überzeugen, dass es dieses Portal braucht. Man hat uns erklärt: Braucht es nicht, wir haben Broschüren. Braucht es nicht, wir haben doch bald K.I. Und so weiter...
Eine Selbsthilfe-Vertreterin in einem Landesverband hat uns sogar erklärt, dass Kontakt- und Beratungsstellen bestimmt bald von K.I. ersetzt werden. Wir nutzen K.I. und halten das aus fachlichen Gründen für Quatsch. Unser ursprüngliches Konzept hätte sogar die Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen-Struktur zementiert und die Zusammenarbeit und den Netzwerk-Gedanken gefördert. Ganz ohne Angst vor Jobverlust.
Wir hätten sogar Finanzierungspartner aus dem Bereich des Gesundheitswesens gehabt, die unser Vorhaben gut fanden, aber korrekterweise die nötigen Strukturen vorfinden müssen. Die vorhandenen Strukturen von Landes-Organisationen, Wohlfahrts-Verbänden u.s.w. haben kein Interesse an einer Veränderung oder Ergänzung.
Wir haben mit dem Finanzamt gesprochen, was uns eine Gemeinnützigkeit in der Form abgesprochen hat: Hintergrund: Auch ist es ein Problem, wenn eine gGmbH keine eigenen Einnahmen erzielen kann, denn auch gGmbHs sind Unternehmen. Unser Konzept hätte eine strikte Trennung vorgesehen.
Für einen Verein fehlt uns aktuell die nötige Anzahl an Mithelfern, dafür wären wir jedoch offen.
Kurz zusammengefasst: Es ist ein Henne-Ei-Problem. Und um in dieser Metapher zu bleiben: Wir erfinden jetzt das Ei. Und wir wären sehr glücklich darüber, mit vielen engagierten Selbsthilfe-Aktiven das Küken zum Schlüpfen zu bringen. 🐣
Und der Schutz meiner Daten? Werden meine Informationen verkauft?
Nein, werden sie nicht. Wir führen das Projekt so, dass ein passender Träger oder Förderpartner guten Gewissens aufspringen könnte. Wir haben über 20 Jahre Praxis-Erfahrung im Bereich von Datenschutz - und wir kommen aus der Selbsthilfe. Wir möchten auch nicht, dass mit unseren Informationen rechtswidrig umgegangen wird. Daran lassen wir uns messen.
Das mit dem Datenschutz und Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist eigentlich total einfach: Wenn wir ein bundesweites Selbsthilfegruppen-Verzeichnis als Projekt an einen passenden, d.h. mit unseren vertretenen Werten übereinstimmenden Träger übergeben können, dann sind wir dazu verpflichtet, vorher um Ihre Erlaubnis zu bitten. Das werden wir tun. Denn Selbsthilfe ist Selbstbestimmung.